Modul DR1028

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Altlasten intensiv: Rahmenbedingungen im Wandel - TVA-Revision - Grenzwerte - Vollzug im Alltag

Kursleiter/innenUrsin Ginsig, Geschäftsführer Eberhard Recycling AG, Eberhard Recycling AG, Kloten
Hans U. Liniger, Rechtsanwalt, Ecosens AG, Wallisellen
Gerhard Schneider, HEIG-VD - Centre développement durable, Yverdon-les-Bains
Gudrun Bürgi-Schneider, Bürgi Nägeli Rechtsanwälte, Zürich
Dauer1 Tag
Datum09.03.2010
OrtBern-Liebefeld
Anmeldeschluss19.02.2010
TeilnahmegebührenCHF 620.-
Wir werden dieses Modul im kommenden Jahr wieder anbieten. Wenn Sie ein E-Mail erhalten möchten, sobald der genaue Termin festgelegt ist, bitten wir Sie, uns dies mitzuteilen.

Zusammenfassung

An den „Altlastentagen intensiv“, stehen aktuelle Fragen, neueste Entwicklungen sowie die „best practice“ eines ökologisch sinnvollen und kosteneffizienten Vorgehens bei belasteten Standorten und Altlasten im Vordergrund.

Aus Anlass der Revision der Technischen Verordnung über Abfälle TVA wird der Frage nachgegangen, was die neuen Regelungen zum Aushub auf der Baustelle bedeuten, aus der Sicht des Bauherrn, des Beraters und des Unternehmers.

 
Dieser Kurs wird von der Vereinigung für Umweltrecht VUR, ÖBU, der Association romande pour la protection de l'eau et de l'air ARPEA, Ecoparc, sowie FachFrauen Umwelt (FFU) empfohlen. Ihre Mitglieder erhalten 10% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

Inhaltsübersicht

TVA-Revision
• Auswirkungen der Revision auf die Stoffflüsse und Aufbereitungsprozesse
• Bedeutung von Grenzwerten
• Ökotoxikologie von Stoffen im Grundwasser
• Fragen aus dem Vollzug
• Die neuen Regelungen der TVA aus der Sicht des Bauherrn, des Beraters und des Unternehmers
• Vertragliche Ausgestaltung bei Handänderungen

Wie werden wir arbeiten?

Praxisnahe Vorträge von hochkarätigen und erfahrenen Referenten aus Privatwirtschaft und von Behörden. Podiumsdiskussionen mit Fragen aus dem Publikum.

Tagungsprogramm

1. TVA-Revision und Grenzwerte

TVA Revision - Auswirkungen auf die Altlastenbearbeitung
Christoph Wenger, BAFU, Bern
Bei der Altlastensanierung können bei Dekontaminationsmassnahmen Abfälle anfallen, welche gemäss der Technischen Verordnung über Abfälle entsorgt werden müssen. Die laufende Totalrevision dieser unterdessen 20 jährigen Verordnung hat somit auch einige Auswirkungen auf die Altlastenbearbeitung. Das Referat zeigt diese Zusammenhänge auf.

Entsorgungswege, Stoffflüsse und Aufbereitungsprozesse im Spannungsfeld zwischen gesetzlichen, technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen
Ursin Ginsig, Eberhard Recycling, Kloten
Gesetzliche, stoffliche und ökonomische Rahmenbedingen beeinflussen in unterschiedlicher Art die Entsorgungswege kontaminierter mineralischer Aushub- und Abbruchmaterialien. An exemplarischen Beispielen soll aufgezeigt werden, welchen Einfluss die erwähnten Faktoren haben. Die geplante Revision der Technischen Verordnung über Abfälle spielt dabei eine ganz zentrale Rolle. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung sind aber auch die Altlastenverordnung, die Verordnung über die Belastungen des Bodens und die Weiterentwicklung vom Stand der Technik von grosser Bedeutung.

Unterschiedliche Grenzwerte für den gleichen Schadstoff? Wie werden Grenzwerte hergeleitet? Eine Tour d’Horizon durch die Grenzwert-Landschaft
Bruno Schmid, Friedlipartner, Zürich
Im Referat wird die Entstehung der Richt- und Grenzwerte für Aushub und weitere Bauabfälle vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird auf die Werte der Aushubrichtlinie sowie die neuen Grenzwerte in der revidierten Technischen Verordnung über Abfälle (TVA) gerichtet. Die schweizerischen Richt- und Grenzwerte werden mit analogen Werten aus Deutschland und den USA verglichen.

Ökotoxikologie von Stoffen in Oberflächengewässern und Boden. Exemplarische Beispiele der Handhabung.
Christian Niederer, BMG, Schlieren
Der Vortrag fokussiert auf die Relevanz bzw. die praktische Umsetzung von ökotoxikologischen Fragestellungen im Rahmen von Gefährdungsabschätzungen in Altlasten-Projekten. Es werden Konzepte zur Beurteilung von ökotoxikologischen Risiken für Organismen in Oberflächengewässern und Böden präsentiert sowie die aktuellen und in Vorbereitung stehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgestellt.

Podiumsdiskussion mit Fragen aus dem Publikum

2. Bauherr – Berater – Behörde – Unternehmer

Umgang mit Grenzwerten – sind Grenzwerte das Mass aller Dinge im kantonalen Vollzug?
Peter Kuhn, Kanton Aargau
Im Referat wird anhand von konkreten Beispielen die aktuelle Anwendung von gesetzlichen Grenzwerten im kantonalen Altlastenvollzug aufgezeigt. In der Praxis zeigen sich Notwendigkeit und Nutzen, aber auch Limiten von Grenzwerten bei der nachhaltigen Lösung von Umweltproblemen im Bereich belasteter Standorte und Altlasten. Es stellt sich im Vollzugsalltag immer wieder die Frage, wann und wie die gesetzlichen Grenzwerte sinnvoll eingesetzt werden können und wann und wie sie durch andere Regelungen ergänzt oder gar ersetzt werden müssen.

Altlasten – unwägbare Risiken für den Bauherrn
Memnun Bico, Centrum Grundstücksgesellschaft Schweiz, Zürch

Alltäglicher Spagat – Aufgaben, Herausforderungen und Möglichkeiten der Altlasten-Berater
Anita Müller, Ecosens, Zürich-Wallisellen
Die Altlasten-Berater bewegen sich im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen und Anforderungen. Das Ziel besteht darin, dem kostenbewussten Auftraggeber, dem Sicherheit anstrebenden Investor, der die Umwelt schützende Behörde und dem unter Zeitdruck stehenden Unternehmer gleichsam gerecht zu werden. Beispiele aus dem Alltag geben eine Einsicht in die vielseitige Tätigkeit von Altlasten-Beratern, zeigen Möglichkeiten und auch Grenzen auf.

Die Verantwortung des Unternehmers
N.N.

Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann – Wege zu vertraglichen Kompromissen
G. Bürgi, Bürgi Nägeli Rechtsanwälte und Hans U. Liniger, Ecosens AG, Wallisellen

Podiumsdiskussion mit Fragen aus dem Publikum

Zielpublikum

Haus- und Grundeigentümer, Bauherren, Immobilienverwaltungen, Investoren, Banken, Versicherungen, Ingenieure, Gutachter und Geologen, Architekten, Kader aus Industrie und Gewerbe, Kantonale Verwaltung und Gemeindeverwaltungen, Politiker.