Module DR1828

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Gewässerschutz- und Fischereigesetz: Gewässer und ihre Lebensräume im rechtlichen Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung

ResponsablesLukas Berger, Leiter Rechtsdienst 3, BAFU-OFEV Rechtsdienst 3, Bern
Thomas Vuille, Leiter Fischereiinspektorat, Fischereiinspektorat des Kantons Bern, Münsingen
Durée2 jours
Dates08.11.2018 et 09.11.2018
LieuBern-Liebefeld
Frais de participationCHF 890.-
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Zusammenfassung

Der Schutz der Gewässer mit dem Ziel die Gewässerqualität und ihre Biodiversität zu erhalten und nach Möglichkeit zu renaturieren, sind wichtige Gegenstände des Umweltrechts, die ausserhalb des Umweltschutzgesetzes geregelt sind. Der Kurs behandelt das Gewässerschutz- und Fischereigesetz mit den dazugehörigen Instrumenten und Prinzipien und zeigt das methodisch korrekte Vorgehen in Konfliktfällen zwischen Schutz und Nutzung auf.

Der Kurs beginnt um 12.30 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagessen, das Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen gibt. Eigentlicher Kursbeginn ist um 13.30 Uhr, der Kurs endet am zweiten Tag um ca. 17.30 Uhr.

Der Lehrgang steht unter der Schirmherrschaft des Bundesamts für Umwelt, der KVU Konferenz der Vorsteher der Umweltschutzämter, der KOK Konferenz der Kantonsförster und der VUR Vereinigung für Umweltrecht. Ihre Mitarbeitenden oder Mitglieder erhalten Rabatt auf die Teilnahmegebühr (siehe Teilnahmebedingungen).

Worum geht es?

Gewässerschutz- und Fischereigesetz sind von zunehmender praktischer Bedeutung, gerade auch im Licht der Forderung nach Renaturierung der Gewässer, besserem Hochwasserschutz in Zeiten der Klimaänderung und erhöhtem Nutzungsdruck durch erneuerbare Energien. Heute sind kaum noch Vorhaben zur Nutzung der Gewässer denkbar, die nicht auf die eine oder andere Weise vom Gewässerschutz- und Fischereigesetz erfasst werden. Bei Genehmigungen, Bewilligungen und Entscheiden ist zwischen Schutz und Nutzung abzuwägen.

Was möchten wir erreichen?

Die Teilnehmenden sind nach dem Kurs mit den wichtigsten Prinzipien, Inhalten und Instrumenten des Gewässerschutzes vertraut. Sie lernen die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gesetzen und Verordnungen, damit sie gewässerschutzrechtliche Problemstellungen den relevanten Rechtsnormen zuordnen und einfache Konfliktsituationen methodisch korrekt bearbeiten können.

Was ist der Inhalt ?

Überblick über die Gesetzgebung im Bereich des Gewässerschutzes und Fischereirechts, Vertiefung folgender Inhalte:

  • Schutz der Gewässerqualität (insb. Abwasserbeseitigung)

  • Grundwasserschutz

  • Schutz des Wasserregimes (insb. angemessene Restwassermengen, Schutz gegen Schwall und Sunk)

  • Schutz der Gewässerstrukturen (insb. Sicherung des Gewässerraums)

  • Revitalisierung der Gewässer und Sanierung Wasserkraftanlagen

  • Fischerei: Schutz und Aufwertung der Gewässerlebensräume; Erhaltung und Förderung der aquatischen Biodiversität.

  • Fischereilicher Artenschutz: Grundsätze des Schutzes und der Nutzung der einheimischen Fische und Krebse, Umgang mit Neozoen.

Wie werden wir arbeiten?

Referate zu den einzelnen Kursteilen, Anwendung der vorgestellten Rechtsnormen anhand von Fallbeispielen, in Form von Gruppenarbeiten und Diskussionen im Plenum.

Zielpublikum

Der Kurs richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bund, Kantonen und Gemeinden, die mit dem Vollzug des Gewässerschutzes und des Grundwasserschutzes, mit Fragen zur Artenvielfalt an Gewässern oder mit Projekten zur Revitalisierung oder zum Schutz des Gewässerraums zu tun haben, an Umweltverantwortliche in Industrie, Gewerbe und Energieunternehmen, an Vertreter der Landwirtschaft sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Planungs- und Umweltberatungsbüros, die derartige Projekte betreuen.

In diesem Kurs werden keine grundlegenden Prinzipien oder Instrumente des Umweltrechts behandelt. Die Inhalte des Moduls „Umweltrecht für PraktikerInnen“, insbesondere die wichtigsten umweltrechtlichen Instrumente sowie die verfahrensrechtlichen Vorgehensweisen werden als bekannt vorausgesetzt.

Unsere Umweltrechtkurse richten sich einerseits an PraktikerInnen ohne juristische Ausbildung, die mit Rechtsfragen (Genehmigungen, Stellungnahmen, Vernehmlassungen, etc.) zu tun haben, aber auch an Juristinnen und Juristen, die neu mit Umweltrecht in Berührung kommen.